In der Kürze (der URL) liegt die Würze!

SEO Adventskalender Tür 7: kurze URLs und Landingpages

Rein technisch gesehen können sowohl die gängigen Webbrowser als auch Google selbst URLs mit über 2000 Zeichen darstellen und verarbeiten. Da kommt direkt die Frage auf: Wer kann, will oder sollte das ausnutzen? Die einfache Antwort: Niemand!

In erster Linie ist dies wichtig für das Monitoring und die Auswertung von Werbekampagnen, denn hier werden bestimmte Parameter an die eigentliche URL angehangen, um z.B. Klicks messen zu können. Auch wenn du entsprechende Parameter in deinem Trackingtool, wahrscheinlich Google Analytics, definierst, solltest du im Normalfall trotzdem nicht einmal ansatzweise das Maximum ausreizen können. Wenn doch, schau dir den Beitrag zum Thema URL-Struktur an sich an und ändere dies!

Ehrlicherweise hat die Länge der jeweiligen URL selbst keinen Einfluss direkten Einfluss auf das Ranking, aber es trägt massiv zur Usability für den User bei. Je einfacher man selbst aus dem Gedächtnis die URL eintippen kann, umso besser. Allerdings kann dies selbst mit einer guten URL-Struktur kompliziert werden. Die Lösung dafür sind Landingpages!

Nutze Landingpages für kurze URLs

Mit Landingpages kannst du auch das Gelernte der letzten Beiträge effektiv anwenden. Wir nehmen als Beispiel wieder unseren fiktiven Onlineshop. Stell Dir vor wir schalten eine kleine TV Kampagne und präsentieren hier ein bestimmtes Produkt. Entsprechend unserer optimierten URL-Struktur würde dann ja der direkte Link zum Produkt wie folgt lauten:

http://www.beispielshop.de/kategorie/Unterkategorie/Beispielprodukt.html

Wenn wir das in dem TV Spot einblenden würden, könnten wir das Ganze wohl auch sein lassen. Hierfür legen wir eine Landingpage an:

http://www.beispielshop.de/Platzhalter

Der Platzhalter kann kreativ gewählt werden. Du kannst das zu bewerbende Produkt direkt namentlich nutzen, du nimmst eventuell den Anlass (z.B. Summersale), Du ersetzt den Platzhalter vielleicht durch den TV Sender wo der Spot läuft, oder durch ein (fiktives), prägnantes Wort, zum Beispiel „WOW“.

Je einfacher, umso besser! Nutze jetzt bitte die neue Seite bitte nicht als einfaches Trittbrett um sofort per 301 Redirect auf das eigentliche Produkt umzuleiten. Gib dir hier ebenfalls Mühe mit einer guten Gestaltung. Nutze Stilelemente aus der Werbekampagne, platziere das Zielprodukt bestmöglich und biete Zusatzverkäufe aus ergänzenden Kategorien an.

Ist die Kampagne gut, werden auch andere Websites darauf verlinken. Die Werbekampagne generiert plötzlich Aufmerksamkeit von anderen Websites wie Blogs, generiert dadurch Backlinks und damit verbunden einen nützlichen Linkjuice. Irgendwann ist aber auch die beste Werbekampagne zuende, aber die Backlinks auf deine Landingpage sind aber immer noch da.

Jetzt kommt der Zeitpunkt für den Redirect auf das eigentliche Produkt.

In diesem Beispiel war der potentielle TV Spot genauso ein Platzhalter, der durch sämtliche anderen Kanäle austauschbar wäre. Eine Printanzeige wäre eine genauso gute Alternative gewesen. Denn im Vergleich zu direkter Onlinewerbung ist hier keine Möglichkeit gegeben direkt zu klicken und weitergeleitet zu werden. Das heißt jedoch nicht, dass du bei Onlinewerbung auf Landingpages verzichten solltest, ganz im Gegenteil! Du kannst diese Links dann auch wunderbar in den sozialen Netzwerken streuen.

Übrigens, ein toller Nebeneffekt: einer URL mit max. 74 Zeichen kann komplett in den SERP Snippets in den Google Suchergebnissen angezeigt werden.

Fazit: Kurze URLs und Landingpages sind gut für die usability & auch für die optimale Darstellung in den Google Suchergebnissen.

ToDo:

  • Bleibe nach Möglichkeit unter 74 Zeichen bei deinen URLs
  • Bleibe deiner URL-Struktur trotz allem treu
  • Nutze Landingpages für Werbeaktionen, vor allem dann, wenn die Ziel-URL länger als 74 Zeichen werden würde
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