Was bedeutet Affiliate Marketing?

Affiliate Marketing heißt übersetzt Empfehlungs-Marketing. Hierbei handelt es sich um eine Marketing-Art, bei der so gut wie kein Risiko für den Auftraggeber besteht. Die Abrechnung erfolgt performance-basiert. D.h., dass hier erst Werbekosten entstehen, wenn die Werbeleistung einen echten Mehrwert generiert hat. (stornobereinigter Sale, Sale, Install). Eine aktiv umgesetzte Affiliate Marketing-Kampagne nennt man Partnerprogramm.

Ursprung des Affiliate Marketings

Die Uridee kennen viele und sie kommt heute noch zum Einsatz, z.B. bei Zeitschriften-Abos. Häufig werden kleine Sachwerte wie Kaffeemaschinen, Werkzeug, Einkaufsgutscheine oder Unterhaltungselektronik als Prämie ausgegeben, wenn man selbst einen Abonenten vermittelt. Dies mag für den ein oder anderen ganz nett gewesen sein, jedoch war dieser Ansatz noch nicht so final gedacht, um daraus einen ganzen Marketing-Kanal zu erschließen.

Vorreiter Amazon

Geändert hat dies ganz bewusst Amazon. In der frühen Zeit war dies die Wachstumsstrategie und auch ein bedeutender Grund für die heutige Marktmacht von Amazon. Amazon war das erste Unternehmen, was diese grundidee so umgesetzt hat, dass sich daraus sogar eine Vielzahl von Unternehmensmodellen entwickelt haben. Amazon hat eine Kundenempfehlung mit barem Geld direkt am Umsatz des geworbenen Kunden beteiligt. Dies war der Startschuss für das Affiliate-Marketing und der Start für das schier unaufhaltsame Wachstum von Amazon. Natürlich kann damit heute niemand mehr das Rad neu erfinden, allerdings gehört aus unserer Sicht das Affiliate-Marketing in jeden Marketing-Mix als Komponente mit hinein.

Affiliate-Netzwerke

Zur Umsetzung wird eine Trackingtechnologie benötigt, im Regelfall ein Affiliate-Netzwerk. Bekannte Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum sind hier z.B. Zanox, affilinet, belboon, CJ (Conversant), Tradetracker oder ADCell. Ausschlaggebend für die Wahl des Affiliate-Netzwerkes sind hier hauptsächlich die potentielle Performance des jeweiligen Netzwerkes. Diese definiert sich in erster Linie durch die Anzahl der aktiven Publisher. ein Publisher, auch Affiliate genannt, kann ein Blog, eine Contentseite oder auch ein Technologieunternehmen sein. Publisher bzw. Affiliate kann man aber auch mit Werbepartner übersetzen.Jedes Netzwerk wirbt häufig mit der immensen Anzahl Ihrer Publisher. Allerdings sind dies meist die registrierten Publisher-Accounts. Viele dieser Affiliates haben sich einmal beworben, sind allerdings dort nicht mehr aktiv. Dies sind dann i.d.R. Privatpersonen, die ein eigenes Webprojekt mit Werbung (teil-) finanzieren wollten. Im Ergebnis sind die diesbezüglich kommunizierten Zahlen der Netzwerke nicht 100% aussagekräftig, da nur aktive Publisher relavant sind und eine entsprechende Werbeleistung generieren.

Auswahl des Affiliate-Netzwerks

Die beiden Platzhirsche im deutschen Markt sind eindeutig affilinet und Zanox. Wer ein deutsches Partnerprogramm starten möchte, ist hier bestens aufgehoben. Hierzu sei gesagt, dass gerade diese beiden Netzwerke auch eine Setupgebühr in 4 stelliger Höhe sowie eine monatliche Servicegebühr fordern  (Tipp! Wer eine Agentur beauftragt bekommt in der Regel einen hohen Anteil oder gänzlich diese(r) Kosten erlassen). Wer Wert auf Internationalisierung legt, speziell den US Markt, der kommt an CJ eigentlich nicht vorbei und sollte hier eine Anfrage starten. Aber auch die anderen Netzwerke haben eine absolute Daseinsberechtigung. Dass man Sie als Netzwerke für „Einsteiger“ deklariert ist falsch. Natürlich sinnvoll, wenn man nicht gleich Setupgebühren bezahlen möchte, allerdings werden hier nicht nur Einsteiger auf ihre Kosten kommen. Meist sind diese Netzwerke in Nieschen oder bestimmten Themen sehr stark. Schauen Sie nach Ihren Mitbewerbern, wo diese Ihre Partnerprogramme betreiben.

Publisher

Alle Publisher haben eins gemeinsam: Ihre Werbeleistung erbringen Sie auf eigenes Risiko und wird für den Betreiber des Partnerprogramms erst dann kostenpflichtig. Wenn ein tatsächlicher Mehrwert generiert wurde.Für einen  Blog ist das Risiko natürlich überschaubar, abgesehen davon, dass er nur begrenzt Werbeflächen hat und hier die Qual der Wahl hat. Andere Publisher nutzen Technologien wie Retargeting oder allgemein Ad-Serving Systeme und gehen hier mit der Ausspielung von Werbemitteln wie Bannern in Vorleistung, da die Platzierung solcher Banner jedes mal Geld kostet, undabhängig ob eine Provision generiert wird oder nicht.

Kosten einer des Affiliate-Marketing Kampagne

Die Höhe der Vergütung bestimmt allein der Programmbetreiber selbst. Die Provision ist meist ein fester, prozentualer Anteil am vermittelten Umsatz oder ein fixer Euro Betrag. Wenn hier die Kalkulation des Merchants stimmt, finanziert sich die Kampagne gänzlich aus der vorhandenen Marge des verkauften Artikels. Für den bestmöglichen Erfolg kann man man sich and en Mitbewerbern orientieren und diese im Bestfall leicht überbieten. Wichtig ist aber, dass man seine eigene Kalkulation stehts im Auge behält.

Was spricht gegen das Affiliate Marketing?

Hierzu kann man eigentlich nur die Kostenstruktur erwähnen. Aufgrund dessen, dass das Affiliate Marketing so gut wie keine Risiken mit sich bringt, sind die damit verbundenen Kosten verhältnismäßig hoch. Trägt man das Risiko der Investition einer Werbeleistung selbst, lassen sich die Kosten deutlich senken. Allerdings muss man auch erst einmal die richtigen Kanäle, Keywords, Umfelder etc. finden. Hierbei kann man dann auch erst einmal viel Geld „verbrennen“ bis eine potentielle Ersparnis im Vergleich  zu der Affiliate Provision gegeben ist.

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